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 Lakotagirls Medizinrad

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Mato
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
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BeitragVerfasst am: 21.06.2007, 06:41    Lakotagirls Medizinrad Antworten mit Zitat Nach oben

Menschen, die im Mond der Wiederkehrenden Frösche, zwischen dem 20. April und dem 20. Mai geboren sind, haben den Biber als Totem im Tierreich, die Blaue Camasspflanze* als Totem im Reich der Pflanzen und den Chrysokoll im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist blau, und sie gehören dem Elementenklan der Schildkröten an.

Der Stein dieser Menschen, Chrysokoll, ist dem Türkis in vielem sehr ähnlich. Wie der Türkis wird auch er häufig als Nebenprodukt des Kupferabbaus gewonnen. Der Chrysokoll ist ein wasserhaltiges Kupfer-Silikat. Seine Färbung reicht von Tiefgrün bis hin zu Blaugrün und einem tiefen Blau. Er hat einen Glasglanz und doch gleichzeitig ein geradezu irdenes Aussehen. Der Chrysokoll hat die Eigenschaft, an der Zunge kleben zu bleiben, wenn man ihn in den Mund nimmt, und kann durch diese Eigenheit häufig bestimmt werden.

Wie der Türkis wurde der Ghrysokoll von alters her als Schmuckstein verwendet, obgleich er nicht ganz so wertvoll eingeschätzt wird wie dieser Die leuchtendblaue Farbe, die dieser Stein häufig besitzt, hat ihm zusammen mit seinem irdenen Glanz den Ruf verliehen, ein Stein zu sein, der seinem Träger dazu verhelfen kann, die Elemente von Himmel und Erde in sich zu vereinigen. Er wird als Stein der guten Medizin betrachtet, der seinem Besitzer zu Glück und guter Gesundheit verhelfen kann. Ebenso wird ihm nachgesagt, dass er Körper, Herz und Seele des Menschen zu reinigen vermag. In früheren Zeiten, und auch heute noch, wurde er zu Fetisch-Gegenständen und Nuggets verarbeitet, die jene Farbe, welche häufig mit dem reinen Türkis assoziiert wird, besitzen und beibehalten. Der Chrysokoll behält in der Regel seine ursprüngliche Farbe besser, als es der Türkis vermag.

Biber-Menschen können von diesem Stein lernen, die Kräfte von Himmel und Erde in sich zu vereinigen. Die meisten Biber-Menschen sind von Natur aus und aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Schildkrötenklan sehr erdverbunden, manchmal sogar zu erdverbunden. Sie können sich darin verlieren, allein auf der irdischen Ebene Befriedigung zu suchen, ohne jemals im Himmel nach den Lehren Ausschau zu halten, die in diesem Bereich für sie verborgen liegen.

Wie ihr Stein scheinen auch die Biber-Menschen mit Glück gesegnet zu sein, obgleich dieses scheinbare Glück oftmals nur ein Ergebnis von harter Arbeit und einem guten Gespür dafür ist, wann sie sich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort einfinden sollten. Sie besitzen, besonders wenn sie ihren Stein tragen, eine gute Gesundheit und eine ausgeprägte körperliche Widerstandskraft, sofern sie stets daran denken, ihre Tendenz, sich gehenzulassen, zu zügeln. Diese Menschen werden wie ihr Stein ihre ursprüngliche Farbe oder Wesen beibehalten, wenn nicht etwas wirklich Drastisches dazwischenkommt, was eine Veränderung herbeiführt. Sie sind äußerst stabile Menschen und fühlen sich in solchen Situationen am wohlsten, die ihnen erlauben, soviel von dieser ursprünglichen Stabilität wie nur möglich beizubehalten. Nur selten wird man auf einen Biber-Menschen stoßen, der sich freiwillig einer Belastung aussetzt, außer es handelt sich um jemand, der sich gerade in einer anderen Position auf seiner Reise um das Medizinrad befindet.

Wenn Biber-Menschen reisen oder ihre Umgebung einer Veränderung unterziehen, gehen sie so systematisch wie möglich vor Sie fühlen sich einfach wohler, wenn sie zumindest von ein paar wohlvertrauten Dingen umgeben sind. Die Stabilität ihres Wesens, die jeder Wechselhaftigkeit entgegenwirkt und eine Eigenheit ihres Totemsteins widerspiegelt, lässt gute und zuverlässige Freundschaften mit Menschen dieses Zeichens entstehen. Haben sich Biber-Menschen einmal für eine Freundschaft mit dir entschieden, werden sie diesen Entschluss auch nicht so schnell wieder rückgängig machen. Sie sind treue Gefährten und können Menschen oder Projekte, die von einem eher wechselhaften Wesen sind, stabilisieren.

Wie der Chrysokoll können Biber-Menschen den Dingen und Menschen, mit denen sie in Berührung kommen, einen Hauch von Reinheit verleihen. Dies rührt von ihrer wesenseigenen Treue, Stabilität und Bereitschaft, mit Freundschaften und anderen Beziehungen in einer Weise umzugehen, die nach heutigen Maßstäben so rein und strahlend erscheint, als sei es das Überbleibsel einer besseren Zeit und eines besseren Ortes.

Die Pflanze, die mit den Menschen dieses Totems in Verbindung gebracht wird, ist die Blaue Camasspflanze, eine wildwachsende Angehörige der Lilienfamilie. In den USA kann man die verschiedensten Vertreter dieser Pflanzengattung finden, und es ist von großer Wichtigkeit, sie genau zu unterscheiden. Im Osten des Landes wächst die wilde Hyazinthe oder Meereszwiebel, die der im Westen vorkommenden Blauen Camass in vielen Dingen ähnelt, nur dass sie etwas kleinwüchsiger ist und ihre Blüten eine weniger intensive Blaufärbung haben. Die Blaue Camass besitzt grasähnliche Blätter, die 20 bis 35 Zentimeter groß werden und rosettenartig vom Stilansatz ausstrahlen. Diese Blüten der Pflanze, die sich Anfang Mai zeigen, sind leuchtend blau. Sie wachsen auf einem einzigen Stängel und setzen sich aus drei Kelchblättern und drei Blütenblättern zusammen. Die Pflanze an sich kann bis zu 2 Fuß, ja manchmal sogar 3 Fuß hoch werden.

Es gibt eine weitere Camass-Art, die in der Regel im näheren Umkreis der Blauen Camass gefunden werden kann. Blätter, Stiel und Knollen dieser Gattung sind denen der Blauen Camass zwar zum Verwechseln ähnlich, sie besitzt jedoch im Gegensatz zu den leuchtendblauen Blüten gelbe oder grünlichweiße Blüten. Diese Pflanze ist als Todes-Camass bekannt und darf unter keinen Umständen verzehrt werden, da sie, je nachdem wie viel man zu sich nimmt, Erkrankungen übelster Art, ja sogar den Tod herbeiführen kann. Es heißt, dass die Knollen oder Blätter der Todes-Camass ein Brennen auslösen, wenn man sie mit der Zunge berührt. Um sicherzugehen, ist es ratsam, die Knollen der Camass dann auszugraben, wenn die Pflanze in voller Blüte steht, obwohl die Knolle, die einer kleinen Zwiebel ähnelt, größer werden würde, wenn man sie bis Ende des Sommers im Erdreich belassen würde.

Die Blaue Camass stellte eines der Hauptnahrungsmittel vieler eingeborener Stämme in den USA dar. Diese markierten die essbaren Pflanzen mit Rindenstückchen, wenn sie in Blüte standen, um sie dann auszugraben, wenn sie im Spätsommer ihre optimale Größe erreicht hatten. Eingeborene Völker kochten die Knollen der Camass, indem sie ein Loch im Erdreich aushoben, den Boden und die Seitenwände mit flachen Steinen auslegten und ein Feuer in der so entstandenen Grube entfachten. Sobald die Steine rotglühend waren, wurde die Holzglut wieder herausgeholt und die Grube mit Farn, Zweigen und anderen Pflanzenteilen ausgelegt. In diesen Löchern wurden nun bis zu 100 Pfund Knollen eingefüllt, die wiederum mit Ästen, Erde und Matten zugedeckt wurden. Dann bohrte man mit einem Stock ein Loch, in das Wasser gefüllt wurde, und ließ die Knollen etwa einen Tag vor sich hin dämpfen. Wenn sie gar gekocht waren, wurde ihre Haut abgezogen und die geschälte Knolle zu flachen Pfannkuchen gepresst.

Camass-Knollen riechen und schmecken wie brauner Zucker oder Ahornzucker. Sie wurden auch, bevor man den Zucker kannte, zum Süßen von Speisen benutzt. Blaue-Camass-Knollen kann man zu Melasse verarbeiten, wenn man sie so lange kocht, bis alle Flüssigkeit fast verdampft ist. Viele weiße Siedler Amerikas lernten die Blaue Camass erst durch die eingeborenen Bewohner des Landes kennen und benutzten diese Knolle, um einen sonst eintönigen Speiseplan etwas aufzubessern.

Obgleich die Blaue Camass stärkehaltig zu sein scheint, enthält sie doch keinerlei Stärkemittel, sondern das Insulin, ein zusammengesetzter Zucker, der auch in der Löwenzahnwurzel und der Jerusalem-Artischocke zu finden ist. Aufgrund dieses Stoffes, der die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinflusst, wurde die Blaue Camass von den eingeborenen Menschen regelmäßig genossen, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Zuckerkrankheit abzuwehren. Wenn man große Mengen dieser Pflanze verzehrt, kann sie auch als Abführ- und Brechmittel wirken.

Wie gut doch diese Pflanze gerade zu den Biber-Menschen passt, die sich ebenso wie sie der Schönheit und Nützlichkeit einer Sache gleichzeitig bewusst werden können. In Blüte inspiriert die Camass all jene, die ein Auge für ihre Schönheit haben. Ein großes Feld blühender Carnasspflanzen wirkt wie ein tiefblauer See. Von der Nähe betrachtet, üben ihre zarten Blüten durch ihre Schönheit eine ungeheure Faszination aus. Selbst die weiße Todes-Camass bietet einen Anblick, der das Auge durchaus erfreut. Die Blaue Camass hat jedoch auch nebst der Freude, die ihre Schönheit verbreitet, einen hohen Nährwert anzubieten; von dieser Pflanze haben sich unzählige Völkergruppen über Jahrtausende hinweg ernährt. Die Blaue Camass stellt eine jener Gaben der Erdmutter dar, die den eingeborenen Völkern eine stabile und gesunde Ernährung sicherten. Wie ihre Pflanze haben Biber-Menschen die Fähigkeit, jene Menschen, mit denen sie in Beziehung stehen, zu stabilisieren. Da ihre eigenen Wurzeln tief im Boden verankert sind, können sie den Menschen oder Projekten, denen sie sich anschließen, einen festen Halt geben. Wie die Knolle der Blauen Camass vermögen sie die Dinge, mit denen sie zu tun haben, zu stärken und zu versüßen, da ihre eigene Stabilität gewöhnlich von der Zufriedenheit bereichert wird, die sie empfinden und weitergeben, wenn sie sich im Gleichgewicht mit den Energieströmen, die sie durchfließen, befinden.

So wie sich die guten Eigenschaften der Blauen Camass in der Todes-Camass umkehren, so kehren sich auch die positiven Eigenschaften der Biber-Menschen um, wenn ihre Energien nicht frei fließen können. In solchen Phasen verkrallen sich Biber-Menschen so endgültig in ihre Stabilität, dass sie das Leben an sich und alles, was sie berühren, förmlich ersticken. Wenn Biber-Menschen sich in einem Zustand der starken Unzufriedenheit befinden, können sie diese innere Disharmonie ebenso stark übertragen wie ihre seelische Ausgeglichenheit. In solchen Zeiten brauchen Biber-Menschen den geistigen Ausgleich einer übermäßigen Dosis der Blauen Camass, um wieder etwas in Bewegung zu kommen.

Die Farbe der Biber-Menschen ist blau — das schillernde Blau der Blauen Camass oder des tiefblauen Chrysokoll. Für Menschen dieses Zeichens symbolisiert dieses Blau eine Phase der physischen Ruhe und psychische Zufriedenheit, die von einem inneren Grundgefühl des Friedens und Glücks herrühren. Diese von der Farbe Blau ausgehenden Emotionen sind eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Biber-Menschen mit den spirituellen Aspekten dieser Farbe arbeiten können. Biber-Menschen müssen glücklich mit der Erde verwurzelt sein, bevor sie die spirituellen Sehnsüchte, die ebenfalls in ihrem Herzen schlummern, entdecken können.

Da sie unter dem Mond der Wiederkehrenden Frösche geboren sind, dem 2. Mond von Wabun des Ostens, werden diese Menschen zu einem steten Inneren Wachstum angehalten, weil dies einer der Monde des Frühjahrs ist, einer Zeit also, in der alle Dinge auf Erden sich in neuem Wachstum regen. Dieser Anstoß ist notwendig, damit Biber-Menschen nicht in ihren Wünschen nach Zufriedenheit verhaftet bleiben. Da sie im Zeichen von Wabun geboren sind, werden diese Menschen auch ermutigt, die materielle Ebene des Seins zu überwinden und nach geistiger Erleuchtung zu streben. Wie bereits erwähnt, erhöht ihre Zugehörigkeit zum Schildkröten-Klan die Erdverbundenheit und Stabilität der Biber-Menschen und intensiviert eine Vielzahl ihrer weiteren Wesenszüge. Ihre Zugehörigkeit zu diesem Klan bedeutet ebenso, dass sie sich sehr davor in acht nehmen müssen, in ihren Gedanken, Gefühlen oder Handlungen zu stur oder unbeweglich zu bleiben, da sie damit nur den lebenswichtigen Energiefluss, der sie in Bewegung hält, blockieren würden.

Der Biber, das Tier-Totem jener, die unter dem Mond des Wiederkehrenden Frosches geboren sind, ist nebst dem Menschen das einzige Lebewesen, das in der Lage ist, seine Umwelt drastisch zu verändern, um für seinen eigenen Frieden, Sicherheit und Wohlbefinden zu sorgen. Der Biber ist das größte aller Nagetiere der USA und das zweitgrößte der Welt nach dem südamerikanischen Capybara. Ausgewachsene Biber können ein Gewicht von bis zu 70 Pfund erreichen und hören in keinem Stadium ihres Lebens zu wachsen auf. Ein Biber kann 3 bis 4 Fuß lang werden. Sein Körper ist auf erstaunliche Weise an seine Lebensweise und Umwelt angepasst. Während er ein Landsäugetier ist, bringt er doch viel Zeit im Wasser zu. Sein Lungen- und Herzgefäß-System ist so eingerichtet, dass er in der Lage ist, so viel Sauerstoff aufzunehmen, um für mehr als 15 Minuten unter Wasser zu bleiben.

Er hat einen langen, breiten, flachen Schwanz, der mit Schuppen bedeckt ist und ihm beim Schwimmen als Ruder und bei der Arbeit an Land als Stabilisator dient. Seine Vorderpfoten sind so wendig, dass er beim Fressen einen Ast halten und wenden — so wie wir einen Maiskolben halten-, aber auch mit diesen Händen Schlamm und Blätter für seine Bauten herbeischleppen kann. Seine Hinterpfoten haben Schwimmhäute, und wenn er sie spreizt, sind sie so groß wie ein Pingpongschläger, was dem Biber seine erstaunliche Geschicklichkeit und Geschwindigkeit beim Schwimmen ermöglicht. Sein braunes Fell ist dichtgewachsen und durch das Fett, das durch eine Moschusdrüse ausgeschieden wird, wasserabstoßend. Die Zähne des Bibers sind groß, hoch angesetzt und wachsen nach, wenn sie abbrechen oder gar ausfallen, was für ein Tier, das Bäume fällt, um sich zu ernähren und seine Unterkunft zu bauen, lebensnotwendig ist. Biber haben hinter ihren Schneidezähnen Hautfalten, die ihren Mund verschließen können und ihnen damit ermöglichen, unter Wasser zu arbeiten, ohne Wasser zu schlucken. Sie haben klappenartige Ohren und Nasenlöcher, die sich unter Wasser automatisch verschließen, sowie durchsichtige Membranhäute, die ihre Augen schützen.

Da der Biber seiner Umwelt so wunderbar angepasst ist, möchte man meinen, dass er überall anzutreffen sein müsste. Er hat wenige natürliche Feinde und besitzt erstaunliche Mechanismen, sich gegen diese zur Wehr zu setzen. Dies wäre auch tatsächlich der Fall, wenn es nicht zwei Dinge gäbe, die der Mensch mehr zu brauchen glaubt als den Biber selbst: sein Pelz, aus dem lange Zeit Herrenhüte angefertigt wurden, sowie seine Moschusdrüse, die castoreum ausscheidet, das mindestens seit den frühen Griechen bis hinein ins 18.Jahrhundert als Allheilmittel gehandelt wurde. Castoreum enthält Salizylsäure, einen der Hauptbestandteile des Aspirins, und wurde früher wie auch heute noch als Fixativ in teuren Parfums verwendet.
Der Biber war damit so begehrt, dass die Suche nach ihm wohl ebenso stark die Erforschung des Nordamerikanischen Kontinents durch die Weißen vorangetrieben hat wie alle anderen Faktoren. Vom 17. Jahrhundert an entsandte die Hudson Bay Company Fallensteller in großen Zahlen auf Biber-Jagd, und unzählige Vermögen, so auch das der Familie Astor, begründen sich auf den Handel mit Biberpelzen. Die Biber waren somit aufgrund ihres Wertes für die menschliche Gesellschaft bis Anfang des 19. Jahrhunderts nahezu ausgerottet. In den Jahren 1907 bis 1909 lagen die jährlichen Fangquoten für Biber in den USA bei 80000. Bis zum Jahre 1912 war diese horrende Zahl glücklicherweise auf 7000 zurückgegangen.

Die Menschen entdeckten schließlich, dass Biber ihren Teil dazu beitrugen, den Grundwasserspiegel zu regulieren, und somit von außerordentlichem Wert waren für die Erhaltung der Fisch- und Tierwelt, der Vegetation und der Schönheit der Landschaft. Dieser wertvolle Beitrag besteht in den Dämmen und Bauten, die sich die meisten Biber errichten, um sich zu schützen und wohl zu fühlen. Diese verblüffenden Holzkonstruktionen, die durch Schlamm und Blätter abgedichtet sind, helfen, alte Weiher zu erhalten und neue zu schaffen, in denen auch andere Pflanzen und Tiere Lebensraum finden. Die Dämme und Kanäle der Biber sind die Arbeit natürlicher Ingenieure. Kanäle, die sich 700 Fuß oder mehr erstrecken können, überbrücken in der Regel mehrere Höhenunterschiede mit Hilfe von Schleusen, die in regelmäßigen Abständen eingefügt sind, um den Wasserspiegel zu regulieren. Die Biber benutzen diese Kanäle, um eine Wassertiefe herzustellen, die es ihnen ermöglicht, einen Stamm in ihren Teich zu transportieren, damit sie genügend Nahrung und Rohstoffe vorrätig haben, um ihre Dämme zu reparieren. Die Dämme werden gebaut, damit der Biber das ganze Jahr über ein tiefes Gewässer mit einem relativ gleichbleibenden Wasserspiegel zur Verfügung hat. Ein Biber braucht seinen Teich, um sich vor Feinden zu schützen und so viel Nahrung aufzubewahren, um über den Winter zu kommen, wenn es schwierig wird, Bäume zu beschaffen, die die Grundlage seiner Ernährung darstellen. Sie verzehren die Blätter und das süße Innere der Rinde und benutzen die Stämme zum Bauen. Sie bevorzugen die Rinde der Zitterpappel, was Otter-Menschen an dieser Stelle zur Kenntnis nehmen sollten.

Biber sind sehr schweigsame Wesen. Man kann gelegentlich einen bellen, zischen oder quietschen hören, aber für gewöhnlich beschränken sie sich auf ein leises Miauen, das sie wiederum nur innerhalb ihres Baues verlauten lassen. Wenn Gefahr droht, schlagen sie mit ihren breiten Schwänzen auf das Wasser, um ihre Artgenossen zu warnen. Biber paaren sich für die Dauer eines Lebens und leben in der Regel in Kolonien von etwa 5 erwachsenen Tieren zusammen.

Sie sind liebevolle Eltern, die ihren Nachwuchs über einen Zeitraum von zwei Jahren oder bis zum nächsten Wurf bei sich behalten. Zu diesem Zeitpunkt trennen sich die Jungtiere von ihrem Elternhaus und suchen sich einen eigenen Partner oder eine eigene Unterkunft. Sobald sich der Nachwuchs einstellt, jagt die Mutter den männlichen Partner aus dem Bau, bis die Jungen in der Lage sind, sich selbständig zu bewegen.
Das Männchen verbringt seine Exilzeit mit anderen Vätern, die das gleiche Schicksal teilen. Ältere männliche Tiere, die ihren Partner verloren haben, werden manchmal recht mürrisch, und es heißt, dass die Biber einer Kolonie in solchen Fällen zusammenkommen, um darüber zu beraten, ob jener Verursacher von Disharmonie in der Gruppe davongejagt werden sollte. Solche alten Biber leben in der Regel alleine in einem Böschungsloch und bemühen sich nicht einmal mehr darum, einen Bau zu finden.

Menschen dieses Totems sind wie der Biber in der Lage, ihre Umwelt eingreifend zu verändern, um für ihren eigenen Frieden, Sicherheit und Wohlbefinden zu sorgen. Sie können und werden auch Veränderungen auf vielerlei Ebenen herbeiführen: ob nun im psychischen, geistigen oder emotionalen Bereich. Wie der Biber werden sie diese Veränderungen auf eine langsame, behutsame, aber konstante und findige Weise zuwege bringen. Haben sie einmal ihre Umwelt in Ordnung gebracht, werden sie wie ihr Totem anfallende Reparaturarbeiten mit Sorgfalt erledigen, um sie auch in diesem Zustand zu erhalten. Ein geordneter und sicherer Rahmen ist eine grundsätzliche Voraussetzung für eine fruchtbare Arbeit und das innere Wachstum dieser Menschen, und es muss auf allen bisher erwähnten Ebenen geordnet sein und bleiben. Nicht, dass Biber-Menschen grundsätzlich Veränderungen scheuen, sie können vielmehr einfach ungehemmter wachsen, wenn sie sich in einer Umgebung befinden, die ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Zufriedenheit vermittelt.

Wie der Biber fühlen sich die meisten Menschen dieses Totems sehr zum Wasser hingezogen: sei es, um darin zu schwimmen oder zu segeln oder nur um einen Spaziergang am Ufer von Seen, Flüssen oder Weihern zu machen. Das Wasser scheint ihnen die Möglichkeit zu bieten, die Dinge klarer zu erkennen und ihrem Leben eine bessere Perspektive zu verleihen. Biber-Menschen sind klug und gewandt und tun sich leicht, alles das zu erlernen, was ihnen notwendig und nützlich für ihr persönliches Fortkommen erscheint.

Wie der Biber sind sie sowohl geistig wie körperlich in der Lage, sich schnell ihrer Umwelt anzupassen, wenn sie diese einmal in Ordnung gebracht haben. Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit können diese Menschen auf fast jedem Gebiet oder jeder Sache, der sie sich verschrieben haben, erfolgreich ans Ziel gelangen. Sie sind auch gerade auf der physischen Ebene sehr kreative Menschen, und man wird selten die Unterkunft eines Biber-Menschen zu Gesicht bekommen, die nicht in ihrer Ausstattung ein großes Maß an Originalität aufweist. Sie verwenden einen Großteil ihrer Zeit darauf, genau den richtigen Hintergrund für ihre eigene Persönlichkeit zu schaffen. Diese schöpferische Kraft kann auch auf anderen Ebenen mit erstaunlichen Ergebnissen angewandt werden.

Biber-Menschen sind wie ihr Totem zu wahren Wunderwerken im technischen Bereich befähigt, ob sie sich nun vorgenommen haben, ihr Heim, ihre Arbeit oder auch ihre Freunde zu gestalten. Wenn sie bestimmen, dass die Dinge sich verändern müssen, um besser zu funktionieren, werden sie sich auch verändern. Wenn man ihnen die notwendige Zeit lässt, können Biber-Menschen die meisten Arbeiten oder Projekte so umgestalten, dass sie für alle daran Beteiligten besser, reibungsloser und harmonischer ablaufen. Sie setzen diese schöpferische Kraft bisweilen dazu ein, um ihren Freunden und Vertrauten zu helfen, ihr Leben so umzugestalten, dass es auf eine zufriedenstellendere und freundlichere Art und Weise abläuft. Wenn sie all diese Aufgaben erfolgreich erledigt haben, werden sie ihre Energien auf die spirituellen Bereiche richten, in denen sie ebenso gut zu Hause sein können.

Diese Menschen neigen oft zu Schweigsamkeit, wenn sie sich in einer Umgebung unsicher fühlen. Haben sie sich jedoch einmal eingewöhnt, werden sie ihre Gedanken sehr bereitwillig zum Ausdruck bringen. Mit ihren Gefühlen verhält es sich jedoch anders, diese können sie so wirkungsvoll zurückhalten, wie der Damm des Bibers das Wasser eines Teiches zurückhält. Biber-Menschen müssen lernen, ihre Gefühle Stück für Stück freizugeben, oder sie laufen unweigerlich Gefahr, eines Tages in einer Flutwelle von Emotionen zu ertrinken. Es fällt ihnen äußerst schwer, dies zu erlernen, da sie selbständige Wesen sind, die in der Regel ihre Umwelt nicht mit ihren eigenen Problemen behelligen wollen.

Wenn Biber-Menschen nicht lernen, ihre Gefühle offener zum Ausdruck zu bringen und das Leben in seiner Veränderlichkeit zu akzeptieren, können sie äußerst sture und unglückliche Menschen werden und neigen in dieser Verfassung dazu, sich dem Essen, Trinken oder anderen Dingen übermäßig hinzugeben, nur um ihre innere Unzufriedenheit zu dämpfen. Wenn sie sich zu lange in einem solchen Zustand befinden und ihre Bedürfnisse abbremsen, können sich Blockierungen in Hals oder Kehle einstellen oder aber, als Ursache ihrer übermäßigen Eß- und Trinksucht, Erkrankungen der Leber oder Bauchspeicheldrüse.

Biber-Menschen nehmen wie ihr Totem ihre Beziehungen sehr ernst. Wenn sie einen Partner gefunden haben, hegen sie den aufrichtigen und tiefen Wunsch, ein ganzes Leben an seiner Seite zu verbringen. Die Stabilität einer guten Beziehung gibt ihnen oftmals die Zufriedenheit, die sie brauchen, um sich in neue Richtungen zu entwickeln, und sie werden jene, die sie lieben, mit ihrer Liebe geradezu überschütten. Weibliche Biber-Menschen neigen dazu, besonders wenn sie jung sind, sich ihren Kindern gegenüber äußerst hingebungsvoll, ja fast besitzergreifend zu verhalten. Sie können auch den Fehler begehen, es den Biber-Weibchen nachzutun und den Mann durch ihre einseitige Aufmerksamkeit für die Kinder aus dem Haus zu treiben. Sobald die Kinder älter werden, fangen Biber-Menschen jedoch an, die Bande zu lockern, und geben ihnen oftmals einen regelrechten Schubs, um sie aus dem behüteten Elternhaus zu befördern, wenn es an der Zeit für sie ist, ihr eigenes Leben aufzubauen. Biber-Menschen haben ein gutes Zeitgefühl, um den richtigen Moment dafür zu erkennen.

Als Kinder können Biber-Menschen sehr launisch sein, bis sie einen eingespielten Lebensrhythmus haben. Haben sie einmal die Sicherheit eines routinierten Tagesablaufs, sind sie äußerst zufriedene Kinder und ungewöhnlich umgänglich. Sie sind schöpferisch begabt und können sich über einen langen Zeitraum hinweg selbst beschäftigen. Es ist jedoch nicht ratsam, mit Biber-Kindern lange Reisen ohne ein genaues Ziel zu unternehmen. Die Unsicherheit, die ihnen eine solche Reise aufbürdet, kann die Freude aller daran Beteiligten gründlich trüben.

Biber-Menschen ergänzen sich mit Angehörigen des Schlangen-Totems. Sie kommen gut mit Schneegans- und Braunbär-Menschen aus, die mit ihnen dem Schildkrötenklan zugeordnet werden, sowie mit den Vertretern des Froschklans, den Puma- und Specht-Menschen.

Wenn Angehörige anderer Totems diese Position auf dem Rad einnehmen, können sie lernen, ihre eigenen Behausungen auf der irdischen Ebene in Ordnung zu halten, damit sie alles, wonach sie streben, von einer Warte der inneren Ruhe und Zufriedenheit aus suchen können. Ebenso können sie die Werte von Stabilität, Geduld und Ausdauer erlernen und die Fähigkeit, sich mit der Erdmutter, die uns alle erhält, besser zu verwurzeln.

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BeitragVerfasst am: 24.05.2008, 11:30    (Kein Titel) Antworten mit Zitat Nach oben

hey ich bin auch biber.
das buch, aus dem die txte entnommen wurden habe ich auch.wirklich sehr schön

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